Im Forschungsprojekt „Gefallene“ in der Gesellschaftsgeschichte. Das Sterben von Soldaten im Ersten Weltkrieg und seine Nachwirkungen im Westen Niedersachsens, das von 2014 bis 2017 durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Programm Pro*Niedersachsen gefördert wurde, haben wir Daten über mehr als 2.000 “Gefallene” des Ersten Weltkriegs aus Osnabrück erhoben.
Die Geokodierung der Todesorte dieser Soldaten einerseits, ihrer Wohnadressen in Osnabrück andererseits ermöglicht weiterführende Einblicke in die Raum-Zeit-Strukturen des Sterbegeschehens .
Die Projektion der Sterbeereignisse auf die Wohnadressen der “Gefallenen” am Tag ihres Todes verdeutlicht, wie die Stadtgesellschaft im Verlauf der vier Kriegsjahre durch das Sterben der Soldaten über die Zeit, den sozialen sowie den geografischen Raum betroffen wird. Die Produktion des Todes im Krieg hinterlässt jeweils einen regional spezifischen “Fingerabdruck”.
Eine Projektion des Sterbegeschehens auf die Todesorte der Soldaten zum jeweiligen Todeszeitpunkt zeichnet sowohl den Frontverlauf als auch die größeren “Schlachten” des Ersten Weltkrieges nach. Ebenso werden wichtige Lazarettstandorte als Sterbeorte sichtbar.
This project has been jointly conducted with the Center for Persecuted Arts in Solingen and its Chief Curator Jürgen J. Kaumkötter. The project explores various approaches to tracing biographical trajectories of Jewish artists who were persecuted by Nazi Germany during the 1930s and became victims of the Shoah.
As part of an art exhibition to commemorate the 70s anniversary of the liberation of Auschwitz in the German Bundestag, we created a time/space model on life paths of a small sample of artists who were deported to Auschwitz to visualize the different patterns of mobility they experienced throughout their lifetimes and put the experience of persecution and for many eventually death in perspective.
The model also demonstrated that artists collected in the Yad Vashem Art Museum and in the Art Museum at Auschwitz represent very different profiles of Artists of the Shoah.
Another line within this project looks at the life itinerary of Felix Nussbaum and relates his biography to the movements of his pictures from their creation until today.
Researchers & Contact Christoph Rass (UOS) Jürgen Kaumkötter (ZvK)